Firewalls bald verboten?

Werden Firewalls in den USA verboten?

Die Frage ist zwar überspitzt formuliert, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. In acht US-Bundesstatten existieren derzeit Gesetzesvorlagen, die den bereits sehr umstrittenen Digital Copyright Millennium Act (DCMA) noch weiter verschärfen würden. Darin wird vorgeschlagen, das Verbergen des Ortes, des Ursprungs oder Ziels jedweder Kommunikation zu verbieten. Aber genau dafür gibt es doch Firewalls, Netzwerke und Router?

Zumindest kann man sagen, dass diese Gesetzeseingaben in den Staaten Texas, Massachusetts, South Carolina, Florida, Georgia, Alaska, Tennessee and Colorado nicht von echtem Sachverstand geprägt sind. Hintergrunddetails zu diesen bizarren Vorgängen liefert der bekannte Professor Edward Felten in einem > Artikel> .

Soso…

LOL, bizarr, das ist das richtige Wort.

Vielleicht könnte man das Niveau noch weiter senken und eine Firewall als Menschenrecht fordern, ist ja legitime Selbstverteidigung und alles unter einer Firewall beeinträchtigt meine Menschenwürde.

ROFL.

Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber sind Firewalls nicht dazu da, unerwünschte Datenpakete einfach nur nicht durchzulassen?

Da verbirgt keiner, woher seine Datenpakete herkommen oder hingehen sollen, wäre auch sinnlos, den bei ersterem würde die Antwort nicht ankommen, bei letzterem die Anfrage :smiley:

Der Artikel hört sich ein bischen nach Panikmache mit falschen Tatsachen an. Bei NAT könnte man immerhin noch in den meisten Fällen die physikalische (also Post-) Adresse des Absenders feststellen. Auch das Beispiel mit dem Verschicken von E-Mail klingt in meinen Ohren falsch, denn würde man die Empfänger-Adresse verschlüsseln, würde die E-Mail nicht ankommen. Und Absender-Adressen werden ja heutzutage ohne Ende gefälscht (SPAM), hier könnte man allerdings über die Absender-IP den in Frage kommenden Personenkreis sehr gut einschränken.

Ich kann mir eher vorstellen, das es darum geht, Projekte wie Freenet oder Peek-A-Booty zu torpedieren, die es anscheinend tatsächlich ermöglichen Daten unkontrollierbar auszutauschen. Meiner Meinung sollte man bei der Argumentation gegen diese Gesetze dabei ansetzen, dass die Persönlichkeitsrechte durch immer weiter greifende Überwachung eingeschränkt werden und versucht wird, alles, was diese Überwachung unmöglich macht oder behindert unter Strafe zu stellen. Diese Panikmache mit falschen Argumenten finde ich falsch.

Grmpf, ich editiere hier tausendmal. Ein Problem hätten z.B. auch ISPs, die Proxies zur Verfügung stellen. Hier könnte man die Anfragen ohne Mithilfe des ISPs nur bis zum Proxy zurückverfolgen. Allerdings ist man bei allen anderen Kontrollmaßnahmen auch auf die Hilfe (bzw. Logging) der ISPs angewiesen, die allerdings nicht so umfangreich ausfallen müsste, da es reicht, festzuhalten, welche IP welcher Kunde zu welcher Zeit hatte. Bei den Proxies müsste man tatsächlich jede Anfrage loggen.

Tja, Kasperle, ob da irgendwas technisch korrekt interpretiert wird oder definiert ist, interessiert da doch keinen! Du kannst 1000mal sagen, was wofür gedacht ist, letztlich wird dir ein Strick daraus gedreht werden, wenn die dümmsten Deppen Entscheidungen über sowas treffen dürfen.

Das ist ähnlich dem Problem mit den Kindern, die mit 'ner Kneifzange Prozessorbeinchen verbiegen und mit dem Akkubohrer Löcher in den Prozi bohren, weil’s in einer April-Ausgabe der CT steht. g

Jetzt erzähl’ doch einfach mal einem Laien eine halbe Stund lang was von Netzen und Subnetzen, Firewalls, Routern, Proxies, DMZs, IPsec usw. usf. und frag’ danach mal, was denn eine Firewall macht…
… jo, es läuft auf eine ziemliche freie Interpretation hinaus, für 99% der Menschheit ist das dann ok so.

:roll_eyes:

Es ist aber schon besser, mit richtigen Argumenten anzufangen :smiley:

Zu sagen: “Fast jeder NAT-geroutete Breitband-Zugang wird illegal!”, was dann später einfach erklärt wird und somit als falsch herrausstellt ist der falsche Weg. Zang ist die ganze Lobby weg.

Stattdessen zu sagen: “Die Persönlichkeitsrechte werden eingeschränkt!” hat den Wert, sich nicht so einfach entkräften zu lassen. Wer damit überzeugt werden kann, gegen ein solches Gesetz zu sein, der bleibt i.d.R. auch dabei.