ich überlege mir schon länger einen Dedicated Host bei einem Provider anzumieten. Da ich mittlerweile mehrere auf verschiedene Provider verteilte Webseiten und Webspace habe, und langsam den Überblick verliere , möchte ich jetzt alles über einen Anbieter hosten.
Alles an sich ja wohl kein Problem, in der neuen ct’ ist ja ein großer Hoster-Test. Habt ihr evt. eine andere Empfehlung? Ich möchte auch evt. einen CS-Server aufsetzen.
Was ich aber noch nicht verstanden habe: Kann ich denn meine diversen Domains dann auf einen Server umziehen lassen und sind diese dann auch einzeln erreichbar, obwohl mir nur eine IP zugewiesen wurde? Oder muss ich pro Domain auch eine IP haben?
Nachdem Killa das schon erwaehnt hat: Beorn und ich haben seit nunmehr ueber einem Jahr Erfahrungen mit Rootservern gemacht. Zuerst bei 1und1, jetzt bei Strato. Strato kommt beim Netzperformancetest in der c’t zwar mies weg, das halte ich aber (wie es ausredenmaessig von Strato Richtung c’t auch hiess) fuer tatsaechliche Netzprobleme waehrend der Testphase. Beorn und ich erkennen keinen Unterschied zwischen 1und1 und Strato. Da kommen je nach Partner zwischen 500KB und 3MB pro Sekunde rueber. Bei Mutter sind es z.B. zwischen 1.5-2MB. Das kann sich sowohl bei 1und1 wie auch bei Strato sehen lassen wie ich finde.
Zu Strato sind wir gewechselt weil 1und1 leider nicht mit dem Markt gegangen ist. Da haette ein 256MB-RAM Server 10 EUR/Monat mehr gekostet wie bei Strato eine Kiste mit 512MB RAM. Ausserdem haben wir nun bei Strato mehr GB/Monat frei. Ausserdem hat Strato mit 0 EUR Einrichtungspreis gelockt.
Mit Strato sind wir eigentlich zufrieden, die Recoverygeschichte war als wir den Server installiert haben etwas gewoehnungsbeduerftig und lahm. Man kann bei Bedarf den Server ueber LAN booten oder auch hardresetten. Bei 1und1 geht das in Sekunden, bei Strato wartet man teilweise dutzende Minuten. Geil hingegen bei Strato ist die Serielle Console, die man ueber einen speziellen Consolenserver per SSH abgreifen kann. So kommt man an die Kiste ran, selbst wenn LAN nicht tut. Ausserdem ist bei Strato nur Intel-Kram verbaut. Bei 1und1 hatten wir ein VIA-Board mit ner scheiss VIA-Rhine Karte, was nicht gerade zur Stabilitaet der Kiste beigetragen hat.
Fuer uns laeuft ein 40 EUR Highend-Server, reicht fuer den momentanen Ausbau der Geschichte (3 Dutzend Domains, 2 Quakeserver etc pp) bei uns voellig aus. Eine zweite Kiste laeuft bei einem Bekannten im ReZe, das ist allerdings nur ein P2-266, der exklusiv als Secondary DNS laeuft, da wir DNS auch komplett selber machen (was sich beim Wechsel von 1und1 zu Strato natuerlich mehr als bezahlt gemacht hat!).
Ich will noch kurz auf den Aufwand, den einen erwartet, hinweisen.
Es ist keinesfalls so, dass man nen rootserver mietet, seine webseiten per ftp hochlaedt und dann automatisch alles tut.
Aber das sollte klar sein. Es geht aber noch weiter. Auch das Aufsetzen eines Webservers alleine reicht nicht (die Standarddienste laufen ja auch meist schon auf den Kisten), man muss sich in einem solchen Fall vor allem Gedanken machen, wie man seine domains verwalten will.
Die Unterscheidung mehrerer Domains auf einem Server mit einer IP ist kein Problem, dazu bietet der Apache die recht maechtigen virtual hosts.
Aber damit alleine findet noch kein User auf den server, wenn er die Adresse in den Browser hackt. Im Moment laufen die DNS Aufloesungen Deiner Domains ueber deine bisherigen Provider, nehme ich mal ganz stark an.
Wenn Du den Webspace kuendigen willst, verlierst Du normalerweise auch den Verwaltungsdienst ueber die DNS Eintraege. Die Domain kannst Du natuerlich behalten, aber damit laeuft sie faktisch gesehen nicht mehr. Du brauchst also irgndeinen DNS Server, der das fuer Dich uebernimmt.
Einen DNS Server richtig aufzusetzen ist keine allzu leichte Kunst, wenngleich HOWTOs im Netz schon weiterhelfen.
Naja, damit kannst Du meines Wissens nach die Domain aber immer noch nicht halten. Die muss ja jaehrlich bei DENIC oder eben dem vergleichbaren Pendant fuer andere TLD’s verlaengert werden, dazu brauchst Du einen Reseller, der das auch darf.
Aber da begeb ich mich langsam auf duennes Eis, Roi und auch Tek wissen da besser Bescheid.
Sehr lange Rede, kurzer Sinn. Bis zu dem Punkt, da ein Rootserver mal so laeuft wie er soll (in dem Fall eben mit Verwaltung mehrerer Domains und das auch autonom wie nur moeglich), ist es ein weiter Weg.
Damit will ich Dir keinesfalls den Mut nehmen, das bekommt man schon alles hin, dazu braucht man auch kein Supercrack zu sein, Rootforen, HOWTOs, etc helfen da sehr gut weiter. Aber man braucht zu Beginn ne Menge Menge Zeit! Und seehr starke Nerven.
Gern unterschaetzte Punkte sind auch Datensicherung, Traffic Ueberwachung und Einbruchssicherheit. Jedes fuer sich bietet Arbeit fuer viele Tage, wenn man es richtig machen will und sich einigermassen gut absichern will.
So, bleibt mir noch zu sagen, dass wenn Du es wagst, ich gerne mit Rat und Tat zur Seite stehe, das gleiche gilt sicherlich auch fuer Roi.
triton ist mein freund und ich bin super zufrieden mit meinen beiden webmastern, auch wenn sie immer frech werden, besonders der eine das diskutieren wir dann aber mal bei ner gepflegten tasse railtee aus ^^
Hi,
ich war schon bei HostEurope, 1und1, diversen anderen deutschen und ausländischen Anbietern.
1und1 ist für Gameserver ganz ok, da habe ich auch einen laufen, allerdings
noch mit den alten Tarifen, die neuen sind nicht mehr so gut.
Technisch sind die in Ordnung.
Ich würde dir aber dringend empfehlen die Domains nicht bei dem Serverhoster zu verwalten, weil du den schon des öfteren wechselst.
Für Domains benutze ich z.B. Domainfactory, die bieten die eigene Verwaltung der Nameserver, und damit kann man auch ohne Probleme
den Serverhoster wechseln usw., dafür reicht bereits der günstigste Tarif,
Redirect Plus. Selber Nameserver hosten würde ich dir nicht unbedingt empfehlen, vor allem wenn du da nicht viel mit gemacht hast und nur einen einzigen Server hast.
teilweise bieten es auch die domain-reseller an, wie z.b. unser reseller ewmedia (http://www.ewmedia.de).
Selber Nameserver hosten würde ich dir nicht unbedingt empfehlen, vor allem wenn du da nicht viel mit gemacht hast und nur einen einzigen Server hast.
beorn und ich sind diesen weg gegangen da wir durch den zweiten server im reze eines kumpels die moeglichkeit zu haben. ich bin einer, der gern alle faeden in der hand hat und von niemandem abhaengig sein will (ok vom provider zwecks netz, aber das laesst sich nicht aendern auf kurz oder lang…
Ich betreibe seit einiger Zeit drei 1&1 Root-Server (klein, mittel und groß).
2 mit altem Tarifmodell, 1 mit dem neuen.
Ich komme sehr gut damit aus; gegen Strato habe ich aus politischen Gründen viel einzuwenden, da in der Vergangenheit nach meiner Erfahrung zuviele Scheisse bei denen gebaut wurde (hard- und software-technisch wie auch verwaltungstechnisch, das sind einfach nur “N00bs” g). Als 1&1-Kunde seit 4 Jahren konnte ich mich hingegen nie beschweren. (Mag sein, dass bei Strato heutzutage weniger Manager und mehr Experten sitzen, die wissen, wovon sie reden.)
Meine größeren Kunden auf dem großen Root haben bislang keine Grund zur Beschwerde, auf dem mittleren mache ich mein LowCost-WebHosting plus 3 GameServer (CS, Q3A, BF-DC). Auf dem kleinen laufen CVS- bzw. Subversion-Server und einiges an eigenen Kontroll-Tools für die anderen Server. 2 Nameserver laufen bislang problemlos, ich reselle selbst Domains über Schlund&Partner; das läuft sehr komfortabel und schnell.
Natürlich muss man bei “Root-Servern” wirklich alles (!) selbst machen. Mir macht’s Spaß, weil auch auf von beruflicher Bedeutung, allerdings sollte man sich selbst genug auch mit den nötigen Scripts und Programmen versorgen, damit die Arbeit nicht überhand nimmt. Z.B. habe ich früher ab und zu vergessen, meine Nameserver bei Domain-Upgrades neu zu starten. Hier bleibt nicht aus, sich wirklich mit jedem Kram zu beschäftigen, sonst steht man irgendwann im Regen. Wenn man das nicht will, sollte man zumindest bei 1&1 auf die Managed Server ausweichen…
Was das Domain-Hosting betrifft: Natürlich kann man sich seinen Root-Server so einrichten, dass man es wirklich sehr einfach hat, ausschliesslich Domains und den Webspace zu verwalten. Dafür reichen die Standard-Tools (z.B. Confixx) allerdings nicht aus; da sollte man in der Lage sein, das eine oder anderes selbst zu schreiben (mitunter hilfreich: http://www.rootforum.de). Mein LowCost-Domain-Server hält derzeit etwa 70 Domains nebst Webspace, für die ich selbst Tech-C und Zonenverwalter bin. Der Aufwand ist überschaubar, wenn man nicht gerade an seinem frischen PHP-Kompilat herumspielt
BTW: Werbung: Domains und Webspace bestellen? → Günstigst bei mir
So einfach geht das alles nicht. Erst einmal vielen Dank für eure Antworten.
Ich werde mich jetzt erst einmal in die ganze Materie reinlesen und dann entscheiden, ob die ganze Choose den Aufwand überhaupt lohnt.
scheinbar laesst du dich gerne auspeitschen wenn du mal nicht den 2.0er apache flickst… g
was gibts bei dir sonst noch? php5 beta und konsorten? iss uns ehrlich gesagt einfach zu gewagt, solche touren zu probieren nachdem unsere anforderungen in features und security erfuellt werden.
Nee, Hölle!
Bevor ich für diese tatsächlich sehr gewagten Upgrades (für ein Produktivsystem) Zeit habe, gibt’s längst saubere Releases. Naja, bei PHP sprechen wir allerdings von einer Dauerbaustelle. Ich erinnere mich gut an meine 4.1.0 ↔ 4.2.3 ↔ 4.3.2 Orgie, bei der wirklich alles passiert ist, was nach Murphy möglich ist.
Meine Regel: Bloß keine Releases verwenden, deren Minor Release Nummber 0, 1 oder 2 lautet. Oder wenn’s unbedingt sein muss: Nur echte und stabile Milestone Builds verwenden, die wenigestens 2 Wochen alt sind und keine Naturkatastrophen in den Kiddie-Heul-Foren ausgelöst haben.
Ich bin leider kein stolzer Verwalter eines Rootservers… aber wenn man mal einen kleinen Einblick in die Materie will, kann man sich auch mal bequemen einen Server bei sich zu Hause hochzuziehen. Immer vorausgesetzt, dass Linux das Betriebssystem der Wahl ist. Alles andere ist ja sonst auch zu einfach und zu teuer.
Das verschafft einem einen Einblick in die Arbeit, die einen erwartet. So ist das zumindest bei mir. Man bewegt sich zudem auf relativ ungefaehrlichem Terrain und kann so einige wichtige Lektionen lernen. Nach 4 Wochen hat man dann entweder sein eigenes System zur Hoelle geschickt und sich mehr Webspace organisiert oder man wuenscht sich eine 100MBit Leitung…
Doc
P.S: Ach und der Apache2 ist doch toll… man kann html-Sites einfach so ins Netz stellen und PHP-Sites sind nur ein bisschen problematisch und ach die Konfiguration macht doch einen Heidenspass nebst virtueller Hosts raubt einem dass bloss den vorletzten Nerv… also alles wie sonst auch
Eben, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Es ist eben doch nicht so, dass sich ein solches System, einmal eingerichtet, fast von selbst verwaltet.
Bei uns ging ne Menge Zeit drauf, Tools zu installieren und vor allem zu entwickeln, die einem die Arbeit erleichtern, aber vor allem auch den Server ueberwachen! Letzteres kann man gar nicht haeufig genug unterstreichen! Vernachlaessigt man diesen Punkt, steht man ganz schnell im Regen, sei es, weil aus irgendwelchen Gruenden der Traffic in exorbitante Hoehen geschnellt ist, wichtige Dienste tagelang nicht laufen (und dann u.U. Regressforderungen nach sich ziehen) oder im schlimmsten Fall die Platte wegraucht ist und man hilf- und erfolglos nach einem Backup sucht.
Das ist sicherlich eine moegliche Alternative, aber es wird einem dabei doch einiges an Flexibilitaet geraubt.
Apropos Confixx. Also ich muss schon sagen: Hab letztens mal das Vergnuegen gehabt, mir einen Rootserver genauer anschauen zu duerfen, der von 1&1 kam, das “Standard”-Tucken-SuSE System rennen hat und komplett von Confixx zersetzt ist. Meine Herren, da musste ich echt nen Brechreiz unterdruecken. Das Tool mag maechtig und vor allem komfortabel sein, nen schoenes Frontend liefern, aber im Hintergrund kriecht es in jeden wichtigen Systemdienstwinkel und macht es so erstmal fast unmoeglich, irgendetwas zu customizen. Sowas geht mir ja total ab.
Das war echt ein erfrischendes Durchatmen, als bei uns das alte System ins virtuelle Nirvana geschossen wurde und ein schoen cleanes Debian System erstmals ueber ssh (bzw. schon vorher ueber diese extrem schmucke serial console) “Hallo” sagte
Ja, wenn man mal den anfaenglich extrem arbeitsintensiven Weg hinter sich gebracht und man sich dann auch entsprechend versorgt hat mit Tools, die einem das Leben erheblich vereinfachen.
seufz Kann ich genau so nur unterschreiben.
PHP ist ein besonders huebsches Exemplar fuer die Sorte der sich extrem wehrenden Pakete, wenn es um eine individuelle Neukompilierung geht. Vor allem, wenn man einige Zusatzpakete haben moechte, die standardmaessig nicht enthalten sind.
Das kann dann echt in tastaturgefaehrdenden Frust ausarten.
Aber das gilt mehr oder minder generell: Will bzw. muss man etwas kompilieren, sollte man meist tiiief durchatmen, ne Tasse schoenen heissen Tee aufgiessen und dann loslegen in Erwartung aller nur moeglichen Probleme, die so auftauchen koennen.
Davon kann auch Doc ein Liedchen singen. Gut, wenn man dann quasi ne Selbsthilfegruppe via ICQ hat, die sich gegenseitig Mut zusprechen und troesten kann
Ihm kann ich auch nur zustimmen. Es ist eine extrem gute (Trocken)uebung, ne alte Kiste aufzustellen und sich an der mal probieren. Das kann (ohne Witz) selbst ein 486er sein (sowas laeuft bei mir hier ja noch als Router ), man sollte dann “orginalgetreu” auf Bildschirm und lokales Terminal verzichten, sobald das System mal installiert ist und sich dann daran austoben.
Da bekommt man hervorragend einen Ueberblick darueber, was einen erwartet.
Und ueberhaupt kompilieren ist der groesste Spass… Wenn man sich mal fuer einen zusaetlichen Dienst entscheidet, den man mal ausprobieren moechte oder muss, dann ist der Abend erstmal gerettet. Nichts macht soviel Freude wie Zeichenkolonnen zusehen zu duerfen wie sie ueber den Bildschirm wandern. Und die Kroenung ist immer wieder eine voellig hirnverbrannte Aussage, die den Prozess abbricht. Da weiss man gleich was man in den Haenden haelt. Ich sehe dass immer wie eine Modelleisenbahn… man erweitert hier und da und freut sich zu sehen, wie alles schoen nebeneinander laeuft. Und besonders viel Freude macht einem dann die Behebung von Unfaellen. Wenn sich aus unerfindlichem Grund mal der ein Hochgeschwindigkeitszug die andere Strecke mit dem lahmen Gueterzug ausgesucht hat… das muss ungefaehr dasgleiche Geraeusch entwickeln wie eine, auf den Boden verbannte, Maus.
Doc
Naja, Doci.
Wer kompiliert, sollte wissen, was da passiert; sprich: ein bisschen sollte man sich mit Makefiles und ggf. der Linux-typischen (sic!) C/C+±und ggf. Perl-Programmierung auskennen. Nur, damit man mit den Meldungen klarkommt und ggf. ein Makefile fixen kann. IMHO sind sehr viele “Tools” im Linux-Umfeld von Anfängern zusammengeschrubbelt und blind ohne Rücksicht auf diverse Plattform-Spezifika ins Internet geschmissen worden. Hauptsache cool, Hauptsache kryptische Fehler… das fühlt man sich sooo geil, weil man ja der l33t3 h4x0r sein will…
Die Code-Qualität im Linux-Umfeld ist so schlecht, dass das langwierige Fummeln und Frickeln an irgendwelchem Modulen nicht verwundert. Mutig, wer einfach so auf den Kernel losgeht, nur weil das eben möglich ist und nicht, weil er ganz genau weiss, was er da tut. Die schlechten, aber erstaunlicherweise manchmal funktionierenden Anleitungen im Netz tun ihr übriges zu dem Chaos.
Ich persönlich finde es absolut schlecht, jedem beliebigen Linux-Käufer gleich die komplette Build-Umgebung für das Betriebssystem auf die Kiste zu ballern. Lieber wäre mir wirklich mal ein nachgewiesenermaßen total abgespeckte System, das die Aufgabe erfüllt, die es hat, und nicht immer gleich als eierlegende Wollmilchsau daherkommt. Das ist völlig kontraproduktiv. Schönes Beispiel sind Routersysteme: Ich kaufe mir lieber einen guten Hardware-Router als mich 100.000 Stunden mit dem gerade im Hype befindlichen supergeilsten Software-Router zu beschäftigen, nur weil der eben alles kann (was keiner braucht g).
Da trenne ich lieber mein Routing physikalisch von der eigentlichen Aufgabe meines Betriebssystems, nämlich einen bestimmten Dienst bereitzustellen. Nichts, aber auch wirklich nichts ist schlimmer, als ein komplett mit Software überladenes OS; ich gebe Dir nach Murphy eine 100%ige Garantie, dass sich darauf irgendwas immer gegenseitig aufs Maul haut und Du es immer zu spät bemerken wirst.
Klar, bei Spielzeugsystemen ohne wirtschaftlichen Zweck oder Nutzen kann man sich ja mit allem verlustieren, aber nicht, wenn’s um Geld geht…
Nun ja, man kann sich sehr gut auch mit Confixx arrangieren. Das Customizen fällt leicht, wenn man sich mal die Innereien angesehen hat.
Und beim WebHosting gebe ich lieber dem Kunden guten Admin-Komfort und sorge für im Backend für die saubere Integration eigener Werkzeug, ohne dass der Kunde das merkt. Schlimm, wenn der Kunde den Eindruck hat, dass das alles nicht so stabil aussieht, weil da irgendein Gedöns zusammengeflickt wurde. Confixx ist ein wirklich gutes und professionelles Werkzeug; nur darf man es eben nicht kaputt-torpedieren, nur weil man sich nicht die Mühe macht, das Systemhandbuch zu studieren. Das wäre ungefähr so, als würde man Erfolg bei der Programmierung mit .NET auf einer 300 MHz-Windows98-Möhre erwarten
Und BTW: SuSE ist so schlecht nicht; auch hier gibt’s halt man den und den Hype und die Gewohnheiten der Benutzer, die eben auf dies und jenes Feature stehen. Mittlerweile gibt’s ja sogar Glaubenskriege unter den Unix/Linux-Derivaten, was ich für ähnlich dämlich halte wie andere Vergleiche von Äpfeln mit Birnen; momentan ist ja Debian der Renner bei den Studenten. Es gab’ mal eine Zeit, da schwörte man auf Mandrake, aber nur ein paar Monate lang; RedHat-Fanatiker halten sowieso alles für Blödsinn, was keinen roten Hut auf hat… usw. usf.
Vorgebrachte Argumente gegen dies oder für jenes lassen sich immer mit dem Daseinszweck eines Systems aushebeln. Irgendwann erzähle ich Euch mal, warum man bisher aus technischen und nicht politischen Gründen bei vielen Kiosksystemen in Europa auf SuSE gesetzt hat und nicht auf RedHat oder Debian…