WLAN über 5 Etagen

Hi, ich brauche euren Rat!

Ich glaube Roi schrieb mal, dass er WLAN durch ein komplettes Bürogebäude hindurch betreiben konnte. Ich habe so ein ähnliches Vorhaben. Ich will durch ein komplettes 5-stöckiges Haus (nunja, von der 2. in die 4. Etage würde auch erstmal reichen). In diesem Fall allerdings vertikal. Hat einer von euch gute Erfahrungen mit starken WLAN Routern gemacht oder mal einen Bericht dazu gelesen? Jeder Hinweis ist kostbar!

Hintergrund: Wir überlegen ein Zimmer 2 Stockwerke über unserer Wohnung zu mieten. Ohne (W)LAN macht so ein Zimmer aber keinen Sinn und Kabel sind nur sehr schwer zu verlegen. Zudem möchten wir ev. das ganze Haus in einem (W)LAN zusammenfassen. Für einen guten, sprich starken Router und passende WLAN-Karten würde ich einiges geben.

Gruß, Ptah

Hi!

Nun ja, mit einem normalen Access Point wirst Du das kaum hinbekommen. Es gibt welche mit mehreren Antennen, die natuerlich dadurch auch ein staerkeres Signal haben. Ansonsten wuerde ich dir externe Antennen ans Herz legen, die Du z.B. auch aussen abringen kannst. Bei einem starken WLan sollte man natuerlich auch die Sicherheit nicht aus den Augen lassen. Sprich WPA und am besten VPN ueber IP-Sec sollte das Ding schon koennen, wenn Du nicht gerade ein offenes Scheunentor nur mit WEP haben willst. Konkrete Geraete kann ich Dir dazu leider nicht empfehlen, da ich hier nur einen stinknormalen 0815 AP fuers Notebook betreibe, der aber durch das ganze Haus recht zuverlaessig funkt.

Kleine Anekdote dazu. Habe die Tage so ein Kiddie mit dem Rad und dem Notebook in der Hand bei uns in der Strasse rumschleichen sehen. Als ich ihn dann ansprach ob er schoen am Wardriven sei war er total verbluefft, dass jemand ueberhaupt rafft was er da tut. Er meinte dann was von wegen einem offenen WLan bei uns in der Strasse und das da noch eins sei (meins war zu der Zeit ausgeschaltet, da ich gerade am weggehen war). Ich selber hatte mich noch nicht nach anderen WLans hier umgeschaut. Aber ich war schon ein wenig ueberrascht, dass wohl doch schon einige Leute auf WLan setzen. Naja, die Angebote der T-Com tuen wohl einiges dazu. Ich glaube, ich muss hier auch mal Warwalken gehen :smiley:

cu FJ

Naja, die Angebote der T-Com tuen wohl einiges dazu. Ich glaube, ich muss hier auch mal Warwalken gehen

Sicherheitslücke frei Haus :grin:

Laptop, GPS-Maus und W-LAN -

man kann so viel Spass mit den simpelsten Dingen haben -
hab ich schon ewig nicht mehr gemacht - aber schon vor 1,5 Jahren
war die Stadt voll von offenen Scheunentoren :wink:

Kurze Zusammenfassung meiner Schilderung von Ende 2003 / Anfang 2004: Arcor hat mich nach meinem Umzug 5 Wochen im Stich gelassen. Habe mir deswegen aus einer Zweigstelle meines Arbeitsgebers (da arbeite ich inzwischen uebrigens auch, Arbeitsweg ca 200 Meter g) mein Internet geholt. Praktisch, oder? Zum Einsatz kamen: Ein Cisco Aeronet 1200 mit externer Antenne und eine Cisco-PCMCIA-Karte. Die Antenne des AP hab ich mit Panzertape im Buero ans Fenster geklebt, der Laptop stand bei mir direkt am Fenster. Das Buerogebaeude ist L-foermig und durch einen Teil des L’s musste ich per WLAN durch, die Antenne hing zum Innenhof (ich hoffe, das kann man sich so einigermassen vorstellen). Zu ueberbruecken waren ca. 100-200 Meter Luftlinie, kann ich schlecht schaetzen (was meinst Du Killa, wie weit ist das?), und das eben quer durch einen Gebaeudefluegel. Was angekommen ist (Cisco hat so ein schickes Client-Utility): 90% Signalqualitaet, 2-5% Signalstaerke. Abgebrochen ist der Connect in den 5 Wochen vielleicht 2mal. An sich also kein Problem.

Zu Deinem Problem, Ptah: Vergiss es, das mit einem AP zu machen. Du brauchst diverse APs und musst eine Ueberlappung sicherstellen, sonst geht mal gar nichts. Ausserdem externe und staerkere Antennen, eventuell auch fuer die Clientkarten (bei den Ciscokarten geht das leider nicht). Konkrete Erfahrungen, wie man am besten, sinnvollsten und natuerlich auch billigsten ein Haus verfunknetzt, hab ich leider keine.

Alternative: Netz via Stromnetz. Das gab es schon mehrfach in der c’t zu lesen. Vielleicht kannst Du so die “extremen” Faelle im Haus abdecken und fuer die normalen Faelle WLAN machen.

Sicherheit: Nicht zu unterschaetzen, zumal sich so etwas ja auch rumsprechen wird (Ist das eventuell sogar im Wohnheim? Da laufen ja eh nur IT-Verbrecher rum.). Als da waeren: WEP, SSID verstecken (also nicht broadcasten), kein DHCP und on-top natuerlich IPSec. Alles, was ich vor IPSec genannt habe, ist innerhalb von 1-3 Stunden knackbar, so lange haelt ein halbwegs fitter Akku eines Notebooks locker aus, besonders wenn auf dem Display nur die Linux-Shell steht. Ohne IPSec brauchst also gar nicht erst versuchen zu punkten.

Bei WEP-Verschluesselung ist uebrigens noch ein Thema, dass jeder Router was anderes kann, 64bit, 128bit, 256bit und das ganze dann ASCII oder HEX. Zum kotzen. Noch schlimmer die Karten. Da musst gucken, dass Du einmal einen Grosseinkauf machst, sonst kommen die einen Karten rein, die anderen nicht oder Du musst alles auf 0815-Settings wie z.B. 64bit WEP ASCII laufen lassen. Warum es bei ASCII und HEX einen Unterschied gibt, keine Ahnung. Ich versteh das nicht. Ich dachte immer, dass es nur die unterschiedliche Eingabe des WEP-Schluessels ist?!? (Kann mich da mal einer aufklaeren?)

Ich persoenlich bin zuhause ein bissel nachlaessig. 256bit WEP, versteckte SSID, kein DHCP, der AP immer an (hab keinen Bock, immer einzuschalten wenn ich ihn brauche). That’s it. Hatte bisher keinen Bock, auf meinem Linuxrouter einen IPSec-Gateway zu installieren. Hab zwar schon Versuche unternommen, aber immer nach einigen Stunden abgebrochen weil es ein kollosaler Schmerz im Arsch ist.

Jo, bei mir liegt die letzte Tour gar nicht so lange zurueck. Schon hart, was man da alles findet. Peinlich sind ja nicht einmal die DAUs, die sich den o.g. Kram von der Telekom zulegen und einfach PnP-maessig anstopseln, nein, peinlich sind die APs, die eindeutig Firmen zuzuordnen sind. Wir haben nie was unternommen, immer nur eine Bestandsaufnahme gemacht. Wenn Du APs von Porsche, Siemens und staatlichen Einrichtungen in Stuttgart findest, die nicht mal ne WEP-Verschluesselung am Start haben, dann hast Du keine Fragen mehr.

Wardriver oder Warwalker hab ich uebrigens auch schon beobachtet. Muss auch mal wieder mit dem Laptop losziehen. :slight_smile: Bin eh grad dabei, meinen alten Laptop als festes Navi ins Auto einzubauen, ich glaube, da steck ich noch ne WLAN-Karte dazu. :wink:

Nochmal ich.

Zwei/Drei Markenempfehlungen/-kommentare wollte ich noch aussprechen.

Cisco: Seeeehr Teuer aber gut, ausserdem wenig flexibel (APs lassen sich nicht als Repeater einsetzen wie viele der “billigen” APs anderer Firmen). Clientkarten ohne externe Anschlussmoeglichkeit von Antennen, geeignet fuer Tools wie AeroPeek (wem das was sagt… :wink:

D-Link: Leicht zu konfigurieren, guter Leistungsumfang der Funktionen, Reichweite mittelmaessig. Billig. (Ich persoenlich verwende den D-Link DWL-2000AP+ (56MBit) in meiner 86qm-Wohnung und hab ueberall Netz im gruenen Bereich.) Bei den Kunden von Steffen und mir setzen wir fast ausschliesslich D-Link Router und APs ein, sind zufrieden. Clientkarten auch ok, oft mit externer Anschlussmoeglichkeit.

Orinoco: Die Clientkarte (z.B. die Goldcard) ist ok und vor allem Wardriving-geeignet… :slight_smile: Ausserdem ein Anschluss einer externen Antenne moeglich.

Restliche Marken: Keine Ahnung, noch nicht getestet.

OK, schonmal danke für die Tipps! Es scheint wohl keine Pauschallösung zu geben. Ich dachte, der Markt wäre da schon etwas weiter. Die Sache mit dem LAN über’s Stromnetz werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen. Klingt nett!

Ansonsten bleibt nur, das ganze Haus zu verkabeln. Antennenkabel für Satellitenfernsehen steht eh auch gerade an - wird echt langsam notwendig, jetzt wo RTL nicht mehr terrestrisch sendet bleiben noch magere 4 Sender (bitte keine Flames jetzt…) - da kann man ev. 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wie lang kann so ein Netzerkkabel eigentlich sein? Es wäre eine Strecke an der Außenmauer von ca. 20 Metern zu überwinden. Ich erinnere mich ans Studentendorf - da war das kein Problem. Jetzt wo ich es sage - vergesst das mit der Kabellänge. Da gab’s irgendwelche Richtwerte, aber die liegen für meine Zwecke eh weit außer Reichweite, wenn ich mich recht erinnere…

Hi!

Lan ueber Stromnetz ist ne gute Sache. Meine Eltern haben diese Devolo D-Lan Teile am Start und das laeuft richtig gut. Die hatten halt keinen Bock auf WLan oder Kabel legen, dann habe ich ihnen die Dinger besorgt und 1a. Einstecken, fertig. Dabei beachten muss man allerdings, dass das nur in einem geschlossenen Stromkreis funktioniert, d.h. nicht ueber ein Stromzaehler hinweg. Der Widerstand von den Teilen ist so dermassen gross, dass das Signal nicht druebergeht. Kannst Du also in einem Mehrfamilienhaus im Allgemeinen vergessen, da ja jede Wohnung ihren eigenen Zaehler hat. Das musst Du als erstes abchecken, bevor Du an die Stromteile denkst. Wenn es aber gehen sollte ist es eine sehr geile Sache. Und vor allem nicht anzapfbar von aussen ohne dass irgendwas gemacht werden muss.

Edit: Was ich vorhin noch vergessen habe ist die Geschwindigkeit im Stromnetzlan sollte man auch beachten. Max. moeglich sind glaube ich 10-12 Mbit/s. Das haengt aber sehr stark von der Entfernung der beiden Adapter ab. Von daher ist im Einsatzbereich quer durch ne Wohnung eher mit 4 bis hoechstens 8 Mbit/s zu rechnen (Erfahrungswert von meinen Eltern).

cu FJ

CAT 5 mit 100MBit Betrieb sind imho 185 Meter Maximallaenge.

Also normales Cat5 ist mit 100m spezifiziert, ob man mit Cat5e weiter kommt , weiss ich gerade nicht.